Rauchvergiftung und die Folgen
Brände sind lebensgefährlich und verursachen in vielen Fällen schwere Verletzungen. Nicht nur die Verbrennungen, die die Opfer erleiden sondern auch die dadurch verursachte Rauchvergiftung ist nicht zu unterschätzen.
Unter einer Rauchvergiftung versteht man die Reizung der Atemwege. Sie wird durch freigesetzten Gase Kohlenstoffmonoxid und Kohlendioxid hervorgerufen und kann lebensbedrohliche Folgen haben. Kohlenstoffmonoxid und Kohlendioxid sind in geringen Mengen schon tödlich. Anzeichen einer Rauchvergiftung sind Kopfschmerzen, starker Husten bis hin zum Erbrechen, Bewusstlosigkeit, Schwindel und Kreislauf- und Atembeschwerden. Auffällig wird die Rauchvergiftung durch die rot bis bläuliche Hautfärbung.
Bei jeder Rauchvergiftung ist es zwingend notwendig, sich ärztlich untersuchen zu lassen um eventuell auftretende Spätfolgen zu minimieren und weiteren Risiken entgegenzuwirken. Wichtig ist, sobald Sie jemanden auffinden, der eine Rauchvergiftung erlitten hat, erste Hilfe zu leisten. Bei einem Kreislaufstillstand soll durch eine Herz-Lungen-Massage versucht werden, das Opfer wiederzubeleben. Bei einem Atemstillstand soll umgehend eine Atemspende erfolgen bis der Notarzt vor Ort eingetroffen ist.
Die Spätfolgen sind verheerend
Viele Geschädigte leiden unter den Spätfolgen. Durch den Sauerstoffmangel kann ein chronisches Asthma hervortreten, welches mit regelmäßigem Inhalieren etwas gebessert werden kann. Jedoch ist die Heilung ein langjähriger Prozess. Je nach Schwere der Rauchvergiftung kann es auch vorkommen, dass der Patient künstlich beatmet werden muss. Dazu wird ihm reiner Sauerstoff durch einen Schlauch, der in die Luftröhre gelegt wird, zugeführt. Weiterhin kann das Herz geschädigt werden, da die Sauerstoffzufuhr durch das eingeatmete Kohlenmonoxid unterbrochen wird. Es wird nicht ausreichend versorgt und es kann zu Atemnot bei Anstrengung führen.
Bei einer Rauchvergiftung sind es nicht nur die Gase, die die Folgen auslösen sondern auch Kleinteile vom Verbrannten setzen sich im Körper ab. Durch die Hitze verbrennen die Schleimhäute, was zur Folge hat, dass das Gewebe zerstört wird und somit Schadstoffe schneller in den Organismus gelangen und zu Infektionen führen können.
Zwei Drittel der Rauchvergiftungen passieren während des Schlafens
Da die Gifte geruchlos sind, werden sie nicht wahrgenommen. Und fast 90% der Brandopfer sterben an den Folgen der Rauchvergiftung. Die meisten Unfälle passieren zu Hause; z.b. bei einer brennenden Kerze oder Zigarette einschlafen oder vergessen den Herd auszuschalten.
Zum Schutz bietet es sich an, Rauchmelder in der Wohnung, im Haus zu installieren. Sie sind nicht sehr teuer und retten Menschenleben! Sie signalisieren durch einen grellen Piepton, dass Qualm aufsteigt. Somit gelingt es schneller, sich in Sicherheit zu begeben und der Rauchvergiftung oder schweren Verbrennungen vorzubeugen.