Ist es möglich, Versicherungsbeiträge durch Rauchmelder zu sparen ?
Diese Frage stellt man sich, angesichts der Einführung der Pflicht zur Installation eines Rauchmelders. Viele Versicherungen schenken einem Rauchmelder und werben mit günstigeren Beiträgen bei Abschluss einer Hausratversicherung. Im Endeffekt stellt sich das alles als Halsabschneiderei heraus, da meist nur die günstigsten Geräte an die Versicherungsnehmer ausgehändigt werden. Die dann als so günstig angepriesenen Tarife sind dann in den meisten Fällen gar nicht, oder wenn überhaupt nur 1-2 Euro billiger. Deshalb lohnt es sich eher, direkt einen günstigen Versicherungstarif in Anspruch zu nehmen, um in höherwertige Rauchmelder zu investieren.
Doch warum lohnt sich die Anschaffung eines Rauchmelders?
Statistiken zufolge sterben jährlich etwa 600 Menschen bei Wohnungsbränden, von den Zerstörungen an anderen Gebäudeteilen beim Übergreifen des Feuers ganz zu schweigen. Dadurch werden wiederum auch andere Menschen in Mitleidenschaft gezogen und verletzt. Ein Rauchmelder ist, im Vergleich zu einer völlig ausgebrannten Wohnung also eine sehr preisgünstige Alternative. Wertige Geräte sind oft schon unter 15 Euro zu haben, weshalb es also lohnt, sich mehrere Rauchmelder für die eigene Wohnung anzuschaffen. Sie sichern nicht nur das eigene Leben und den eigenen Besitz, sondern schützen auch die anderen Mieter.
Rabatte und Sonderkonditionen
Versicherungen gehen auch auf die Bemühungen ihrer Kunden ein und bieten Rabatte und Sonderkonditionen, wenn sie sich selbst mit Rauchmeldern versorgen. Da es von Versicherung zu Versicherung unterschiedliche Bedingungen und Versicherungstarife gibt, wäre es anzuraten, sich bei ihrem Vertreter vor Ort über mögliche Sonderkonditionen bei Abschluss einer Hausratversicherung und Brandfällen zu informieren.
Häufig kommen die Versicherungsgesellschaften dem Kunden an dieser Stelle auch entgegen, natürlich um für sich zu werben, aber auch um ihr Angebot für den Versicherungsnehmer attraktiv zu gestalten und vorallem zu halten.
Die Vorteile des Rauchmelders liegen auch hier wieder klar auf der Hand. Ein preisgünstiger Schutz für die eigene Einrichtung, das eigene Leben und vorallem auch die Wohnungen der anderen Mieter.
Ebenso muss der Vorteil für die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung erwähnt werden. Durch das Entgegenkommen der Versicherungen, gestaltet es sich für Mieter, Hausherren- und besitzer sehr attraktiv, ihre Gebäude mit Rauchmeldern auszustatten, da durch wegfallende Versicherungsbeiträge gespart und in Einrichtungsgegenstände oder Ähnliches investiert werden. Nutzen sie also die Rabatte und Vergünstigungen der Versicherungen voll aus und installieren geprüfte Rauchmelder in ihrer Wohnung oder ihrem Haus.
Rauchmelder in Tiefgaragen werden zwar seit Jahren von Bauherren und Architekten bei der Entwicklung und Herstellung in den Bauplänen mit eingeplant und sind auch immer noch im Einsatz, jedoch hat die praktische Verwendung davon gezeigt, dass sie durch die hohe Konzentration der Abgase, vor allem in den Fahrwegen, negativ beeinflusst werden und dadurch einen Täuschungsalarm auslösen können.
Aus diesem Grund werden unter anderem auch in Tiefgaragen inzwischen Differential- Wärmemelder verwendet, welche eine flächendeckende Anordnung von Fühlerrohren haben und dadurch die Sicherheit vor allem in den Fahrwegen gewährleisten. Ein anderer Brandschutz ist aber inzwischen auch das Jet- Ventilationssystem, welches im Brandfall auch noch weitere Vorteile bietet, als den Alarm. Dazu gehören unter anderem die optimale Entrauchung durch die dafür vorgesehenen Lüftungskanäle, sowie die Rauchfreihaltung der Rettungswege für die Feuerwehr
Die Brandschutzordnung in einem öffentlichen Gebäude beginnt schon mit dem Einbau beispielsweise Feuerlöschern und Brandmeldeeinrichtungen. Diese sind besonders hervorzuheben und zu kennzeichnen. Flucht- und Rettungswege müssen freizugänglich sein und dürfen nicht verschlossen werden. Dazu zählt auch, dass davor keine Ware oder Gegenstände gelagert werden dürfen.
Solche Fluchtwege sind daher meistens nur von innen alarmgesichert und von außen nicht zugänglich, man sagt dazu auch Diebstahlgesichert. Auch hierbei ist zu achten, dass sie ebenso wie die Feuerlöscher besonders gekennzeichnet sind und das jede Person im Gebäude aus eigener Kraft über einen Rettungsweg, der in einem Flucht- und Rettungswegeplan aufgezeichnet ist, über einen sicheren und kurzen Weg ins Freie gelangt.
Das verwenden von Feuer und offenem Licht ist allgemein zu vermeiden. Brennbare Stoffe sind natürlich auch an dafür vorgesehenen Stellen zu lagern und das Rauchen ist ebenso nur an dafür zugelassene Stellen gestattet. Es ist darauf zu achten, dass Personen mit der Handhabung von Feuerlöschern und Brandmeldeeinrichtungen vertraut zu machen sind.
Brände im Haushalt oder in Wohnungen treten immer häufiger auf. Besonders zur Weihnachtszeit werden vermehrt Brände in Privatgebäuden gemeldet, da durch unbeaufsichtigte Kerzen an Christbäumen oder Adventkränzen leicht Brände entstehen können. Besonders gefährlich ist auch das Rauchen im Schlafzimmer oder im Wohnzimmer auf dem Sofa. Es kann schnell passieren, dass man beim Rauchen einschläft und durch die brennende Zigarette ein Feuer entfacht wird. Neuerdings werden auch immer häufiger Shisha-Wasserpfeiffen betrieben durch Kokosnusskohle zu Gefahrenquellen.
Wie kann man sich nun vor Brände im Haushalt schützen?
Das Wichtigste ist, dass man vorsichtig mit offenem Feuer umgeht. Desweiteren sollten in jedem Haushalt Feuerlöscher und Löschdecken vorhanden sein, da manche Brände nicht mit Wasser gelöscht werden dürfen.
Ein wichtiger Schutz sind jedoch auch Rauchmelder. Diese warnen die Personen, die sich im Haus befinden vor Rauch durch einen unüberhörbaren Alarm. Je mehr Rauchmelder in einem Haus angebracht sind, desto höher ist die Chance vor dem Rauch gewarnt zu werden.
Die meisten Brände im Haushalt entstehen zwischen 19:00 und 7:00 Uhr. Menschen können im Schlaf von Feuer überrascht werden.
Der entstehende Rauch ist besonders gefährlich. Das tödliche Kohlenmonoxid weckt die Personen nicht, sondern führt schnell zur Bewußtlossigkeit, da die Atmung behindert wird.
Durch den giftigen, teilweise ätzenden Rauch, kann eine Rauchgasvergiftung innerhalb von 2 Minuten tödlich sein. Falls die Person doch wach werden sollte behindert der Rauch die Sicht und kann zu völliger Orientierungslosigkeit und Panik führen.
Neben der Anbringung von Rauchmeldern als Frühwarnung ist es daher auch wichtig sich vor Bränden im Haushalt durch Feuerlöscher und Löschdecken zu schützen.
Historie
- Rauchmelder werden seit dem 13. Jahrhundert verwendet. Damals stellten Feuerwachen den einzigen Schutz vor Bränden dar.
- In Göttingen 1334 wurden beispielsweise organisierten Feuerlöschordnungen erlassen, die die Durchführung und Aufbau der damaligen Feuerwehren regeln sollten.
- Im 15. Jahrhundert wurden in Berlin die Brandverhütungsordnungen niedergeschrieben, um präventive Maßnahmen gegen Wohnungsbrände und gefährliche Feuer einzuleiten.
- Im Juni 1851 wurde in Berlin der Bau der ersten elektrischen Feuermeldeanlage beschlossen. Dafür wurden unterirdische Kabelverbindungen gelegt. Jedoch um eine Warnung herauszugeben, musste erst eine Feuerwache den Brand entdecken, um eine entsprechende Meldung weiterzugeben.
- 1894 wurde ein erster automatischer Feuermelder entwickelt. Hierzu dienten zwei Vögel, welche durch starke Rauchentwicklung eine Rauchvergiftung erlitten und von der Stange fielen. Durch ihr Körpergewicht wurde danach ein Alarm ausgelöst. Um einem Fehlalarm durch den natürlichen Tod vorzubeugen, nutzte man deshalb zwei Vögel. Nur das Gewicht beider Tiere reichte aus, um den Stromkreis zu schließen und einen Alarm auszulösen. Heute ist dieses Prinzip noch immer durch den Begriff der Zwei-Melder-Abhängigkeit bekannt, wobei die Tiere durch technische Lösungen ersetzt wurden.
- 1902 wurde von George Andrew Darby ein Patent durchgesetzt. Er nutzte für seinen elektrischen Hitzemelder nicht den Rauch, sondern die Hitze, die von einem Feuer ausgeht. Überschreitet die Temperatur einen bestimmten Wert, so wird ein Alarm ausgelöst. Hierzu wurde zum Beispiel Butter als Auslöser genutzt. An ihr befindet sich der Leiter, der auf eine Platte fallen muss. Schmilzt die Butter durch erhöhte Temperaturen, so löst sich der Leiter und fällt auf die Platte. Somit schließt sich der Stromkreis und ein Alarm wird ausgelöst.
- Im Jahr 1947 patentierten E. Meili und W. Jaeger den Ionisationsmelder. Dieser Rauchmelder, welcher mit schwacher radioaktiver Substanz arbeitete, war der erste kommerziell brauchbare Rauchmelder.
- Um 1950 kam der erste automatische Temperaturmelder auf den Markt. 1964 folgten die ersten Streulicht-Rauchmelder, welche durch wachsendes Umweltbewusstsein die Ionisationsmelder ablösten. Batteriebetriebene Rauchmelder sind seit den 70er Jahren auf dem Markt erhältlich und werden in vielen Haushalten eingesetzt.