WLAN-fähige Rauchmelder – Geräte im Vergleich

Die Rauchmelderpflicht ist in aller Munde. Der Begriff Smarthome auch. Ein WLAN Rauchmelder verbindet beides: Sicherheit und Komfort. In diesem Artikel erfahren Sie, wie die smarte Technik funktioniert und worauf Sie beim Kauf eines wlan-fähigen Rauchmelders achten müssen.

Vorteile eines WLAN-fähigen Rauchmelders

  • Überprüfung des Geräts (Wartungsstand, Batterie) per Smartphone (App)
  • Bei Gefahr oder leerer Batterie SMS-Versand
  • Kontrolle von unterwegs
  • Verknüpfung mit anderen Smarthome Anwendungen
  • Vernetzbar mit weiteren Rauchmeldern (Schneeballeffekt)

Voraussetzungen, damit Ihr WLAN-Rauchmelder funktioniert

  • Ganz zwingend ist, dass der Rauchmelder natürlich auch bei Stromausfall oder bei abgeschaltetem WLAN funktioniert.
  • Sie benötigen W-LAN im ganzen Haus
  • Das Gerät sollte nach der Norm DIN EN 14604 zertifiziert sein (Leistungskriterien wie Alarmtonlautstärke von min. 80db, Rauchdetektion ab einer bestimmten Rauchgaskonzentration, Prüftaste, Stummschaltung, etc.). Qualitätsrauchmelder sind mit dem Q-Label ausgezeichnet.
  • Sendefrequenz von min. 400 Mhz für optimale schnurlose Datenübertragung
  • Geräte mit Lithiumlangzeitbatterie (10 Jahre Lebensdauer) ersparen lästiges Batteriewechseln
  • Bei Vernetzung mehrere Geräte auf großen Funkradius der Rauchwarnmelder achten.

Funktionsweise

WLAN Rauchmelder funktionieren wie herkömmliche (optische) Rauchmelder. Ab einer bestimmten Konzentration Rauchpartikel wird das Licht in der Rauchkammer gestreut und ein Fotosensor löst den Alarm aus (Streulichtverfahren). Zusätzlich ist der Rauchmelder mit einem Server verbunden.

Der Smarthome Server (Zentrale) kann mit dem Internet verbunden werden und so haben Sie per App von überall Zugriff auf den Rauchmelder. Im Alarmfall erhalten Sie ein Signal auf Ihr Handy, auch eine Benachrichtigung per SMS ist möglich.

In einer Smarthome Installation werden mehrere Anwendungen wie Lichtsteuerung, Heizungssteuerung oder Jalousiensteuerung automatisch reguliert. Die Komponenten sind miteinander vernetzt. So kann bei Rauchmelder-Alarm bspw. auch das Licht angeschaltet oder das Fenster geöffnet werden.

Einfache Installation

Die Installation des wlanfähigen Rauchmelders erfolgt je nach System in Minutenschnelle und ohne Vorkenntnisse.  Der Rauchmelder wird an der geeigneten Stelle an der Decke montiert und anschließend mit der Smarthome Zentrale verbunden. Diese wird mit dem Internet verbunden (WLAN, LAN an Internet-Router) und die Zentrale und damit die Einstellungen des Rauchmelders können per PC, Tablet oder Smartphone konfiguriert und überwacht werden.

Geräte & Technolgien im Vergleich

Komplette Smarthome Sets

Es gibt einige Unternehmen, wie z.B. Energieversorger wie RWE oder der Kabelbetreiber Telekom, die eigene Smarthome Systeme anbieten. Die Konzept dahinter: Die Gebäudeautomatisierung. Die verschiedenen Raumfunktionen wie Heizung, Licht, Beschattung, elektrische Geräte etc. kommunizieren über eine Smarthome Zentrale und ein geschütztes Funknetz miteinander und werden automatisch gesteuert bei bestimmten Bedingungen. Außerdem kann die Smarthome Zentrale mit dem Internet verbunden werden und das komplette Haus ist so via PC oder Smartphone kontrollier- und steuerbar.

In der Regel bringen Sie solche Smarthome Systeme über einfaches Plug & Play zum Laufen.

In den meisten Smarthome Paketen sind auch Rauchmelder enthalten. Damit dieser funktioniert, benötigen Sie jedoch die entsprechenden Komponenten des Smarthome Pakets des jeweiligen Anbieters.

Das Devolo Home Control Starter Paket mit Zentrale, Tür- und Fensterkontakt sowie Schaltsteckdose kostet ca 200 Euro. Der dazugehörige Rauchmelder ist für 59 Euro erhältlich.

Hier eine Auswahl an Anbietern

  • Devolo Home Control
  • QIVICON SmartHome
  • RWE Smarthome

 

Stand alone Lösungen

Pyrexx PX-iP

Pyrexx PX-1 Rauchmelder. Foto: Hersteller
Pyrexx PX-1 Rauchmelder. Foto: Hersteller

Es gibt aber auch Stand-Alone-Lösungen. Hersteller Pyrexx bietet mit dem PX-iP Gateway die Möglichkeit Pyrexx Funkrauchmelder mit dem Internet zu verbinden. So sind auch unterwegs über den Sicherheitsstatus zu Hause informiert.

 
Pyrexx PX-iP Gateway. Foto: Hersteller
Pyrexx PX-iP Gateway. Foto: Hersteller

Hier benötigen Sie ein Pyrexx Gateway, ca. 400 Euro und einen Pyrexx Funkrauchmelder, ca. 50 Euro.

 

Nest Protect

Der Nest Protect WLAN Rauchmelder ist mit ca. 100 Euro deutlich teurer als andere Geräte. Allerdings ist hier keine Smarthome Zentrale notwendig. Der Nest Protect wird direkt mit dem Router verbunden. Die NEST App muss auf dem Handy installiert werden und dann kann das Gerät per App überwacht und gesteuert werden.

Der Nest Protect verfügt über Zusatzfunktionenen und ist mit anderen Smarthome Diensten kompatibel.

 

Roost WLAN Batterie für Rauchmelder

Das kalifornische Unternehmen Roost hat eine Batterie mit WLAN-Chip entwickelt. Geräte, die mit dieser Batterie betrieben haben, können also mit dem Internet verbunden werden.

Die Batterie hat die Maße einer 9V Blockbatterie, mit der viele Rauchmelder betrieben werden. Per Smartphone App lässt sich dann der Rauchmelder synchronisieren und Sie werden im Alarmfall auf dem Handy benachrichtigt.

Die Kosten für die Batterie betragen etwa 30 Euro. Laut Hersteller beträgt die Laufzeit 5 Jahre. Der Stromspeicher selbst kann dann für 7,50 Euro nachgekauft werden.

 

Kidde 3SFW WLAN Hitzemelder

Der Kidde Hitzemelder ist ideal für den Einsatz in der Küche. Er reagiert nicht auf Rauch und produziert Fehlalarme bei Kochdampf, sondern schlägt bei hohen Temperaturen an.

Um das Gerät per App zu überwachen, benötigen Sie die Kidde Fyrnetics Alarmstation. Das Prinzip ist das gleiche wie beim Pyrexx System. Der Hitzemelder lässt sich mit dem Kidde CO-Melder verbinden. Der Preis liegt bei rund 50 Euro.

Von Kidde gibt es auch den Rauchmelder mit WLAN für ca. 40 Euro.

Gira Rauchmelder WLAN

Der Gira Rauchwarnmelder Dual Q ist nicht wlan-fähig. Er kann jedoch über das Gira KNX Modul für Rauchwarnmelder in ein KNX System eingebunden werden. Das heißt, der Rauchwarnmelder ist mit anderen Komponenten im KNX-System vernetzt und im Alarmfall kann beispielsweise konfiguriert werden, dass ein Signal an den Fensteröffner gesendet wird.

Über ein KNX Gateway kann das KNX System auch ans Internet gekoppelt werden, das wiederum die Konfiguration und Überwachung aller im System befindlichen Komponenten (Heizung, Beleuchtung, Rollladen, etc.) – eben auch den Rauchmelder – ermöglicht.

Voraussetzung hierfür ist eine bestehende KNX Installation.

Eine weitere externe Überwachungsmöglichkeit ist das Gira Funk-Diagnosetool. Die Reichweite ist begrenzt. Doch müssen dafür zur Überwachung nicht mehr die Wohnungen betreten werden. Das macht das Tool besonders für Bauherren und Wohnungsbaugesellschaften attraktiv.

 
 
 

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