Rauchmelder vernetzen

Rauchmelder vernetzen

Vernetzte Rauchmelder geben das Signal im Brandfall untereinander weiter. Das ist ein sehr großer Vorteil, wenn zu überwachende Bereiche weit voneinander entfernt liegen, wie etwa in mehretagigen Gebäuden.

Wird ein einzelner Alarm nicht wahrgenommen, kann sich die Zeit für lebensrettende Maßnahmen drastisch verkürzen. Die Lösung: vernetzte Rauchmelder. Dadurch können sie im Obergeschoss registrieren, wenn im der Rauchmelder im Untergeschoss Alarm auslöst. Das Gerät gibt das Signal einfach an alle anderen Rauchmelder weiter, die dann ebenfalls piepen.

Vernetzung per Kabel

Rauchmelder vernetzen per Kabel ist die sicherere Lösung, da eine Kabelverbindung immer zuverlässiger ist als eine Funkverbindung. Der zweite Vorteil ist die Schonung der Batterie des Melders.

Bei Neubauten oder größeren Umbauten empfiehlt sich diese Technik. Denn hier müssen erst zwischen den einzelnen Rauchmeldern Kabel verlegt werden.

Bei vernetzbaren Rauchmeldern ist auf der Rückseite ein Anschluss für das zweiadrige Verbindungskabel. Genaue Anleitungen zur Montage entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung des Herstellers.

Bei Rauchentwicklung löst der jeweilige Melder Alarm aus und informiert über das Kabel alle restlichen Melder, welche ihrerseits ebenfalls anschlagen. Ein großer Nachteil ist hier herauszufinden, welcher Rauchmelder Alarm ausgelöst hat. Dieser muss dann stumm geschaltet werden. Der größte Nachteil ist fehlende Möglichkeit der Ortung des auslösenden Melders.

Vernetzung per Funk

Über Funk vernetzte Rauchmelder haben den Vorteil, dass keine Kabel verlegt werden müssen und dass die Funknetzwerke flexibel eingerichtet werden können. Ein weiterer Vorteil: die meisten Hersteller bieten Fernbedienungen an, über die die Geräte schnell abgestellt werden können.

Funkvernetzbare Rauchmelder verfügen über ein sogenanntes Funkmodul. Alle Rauchmelder, die ins Funknetzwerk eingebunden werden sollen, benötigen dieses Modul, dass entsprechend programmiert werden muss (Einstellungen für Senden und Empfangen). Genaueres entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung des Herstellers.

Das Prinzip der Alarmierung ist genauso wie bei verkabelten Rauchmeldern: Ein Melder detektiert Rauch, löst Alarm aus und meldet diesen an alle im Funknetz befindlichen Melder. Es gibt auch funkvernetzbare Rauchmelder, die gleichzeitig Sender und Empfänger sind. Das heißt, nicht ein Melder sendet an alle, sondern jeder Melder sendet an den nächstgelegen weiter. Das erhöht die Sicherheit.

Funkrauchmelder über Zentrale

Funkrauchmelder, die an eine Meldezentrale angeschlossen sind, alarmieren selbst als auch das zentrale Empfangsgerät.

Die Zentrale wertet den Alarm aus und zeigt welcher Melder ausgelöst hat. Solche Systeme haben sich besonders in Hotels oder Jugendherbergen durchgesetzt. In so eine Funkvernetzung können auch weitere Komponenten eingebunden werden, etwa ein Telefonwahlgerät, das im Brandfall eine Meldung absetzt.

Auch können Sie unterschiedliche Arten von Gefahrenmeldern einsetzen: CO-Melder, Wärmemelder, etc.

 
 
 

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