Rauchmelder Testspray – was ist das und wie funktioniert es?

Rauchmelder Testspray

DIN 14604 zertifizierte Rauchmelder haben einen Testknopf zur Geräte Funktionsprüfung. Durch Druck auf den Knopf kann gecheckt werden, ob der Rauchmelder noch einwandfrei funktioniert. Noch besser als Funktionsprüfung ist aber eine Rauchsimulation. Das geht ganz einfach mit einem Rauchmelder-Testspray.

Warum prüfen?

Zur eigenen Sicherheit sollte mindestens einmal im Monat geprüft werden, ob der Rauchmelder ordnungsgemäß funktioniert. Was gibt es besseres als den Ernstfall zu simulieren? Denn bei vielen, vor allem günstigen Geräten, wird mit dem Prüfknopf nur getestet ob die Sirene funktioniert. Ob der Melder bei Rauch reagiert, weiß man dadurch nicht.

Im Handel gibt es verschiedene Rauchmelder Testsprays, mit denen man Rauch simulieren kann. Die Anwendung ist kinderleicht. Das Testspray wird einfach in die Rauchkammer des Melders gesprüht.

Auf den Spraydosen befindet sich auch eine Gebrauchsanweisung. Man schüttelt die Dose und sprüht anschließend 1 bis 2 Sekunden im Abstand von 30 bis 40 cm den Rauchmelder an.

Wenn der Alarm losgeht, ist alles in Ordnung. Wenn nicht, ist das Gerät defekt oder die Batterie leer.

Was ist im Rauchmelder Testspray drin?

Bei den Rauchmelder Testsprays handelt es sich um Aerosole. Die Gaszusammensetzung ist bei den meisten Produkten vermutlich gleich. Angaben zum Doseninhalt waren im Internet bei keiner Produktbeschreibung zu finden.

Vergleichbar sind die Rauchmelder Testsprays wahrscheinlich mit Nebelsprays für die Film- und Fotoproduktionen. Damit wird Nebel / Staub imitiert. Solche Sprays enzhalten:

  • Butan
  • Propan
  • Mineralöl

Die Substanzen sind umweltverträglich und rückstandsfrei. Im Umgang mit dem Rauchmelderprüfspray ist wie bei allen Sprayflaschen jedoch darauf zu achten, dass

  • das Gas nicht eingeatmet werden darf
  • das Gas hochentzündlich ist
  • die Sprayflasche unter Druck steht

Durch das Prüfspray werden die Rauchmelder nicht verschmutzt. Das Spray kann bei allen optischenRauchmeldern angewendet werden.

Testsprays im Vergleich

Es gibt viele verschiedene Hersteller und Produkte auf dem Markt. Oftmals bieten Rauchmelder Hersteller wie zum Beispiel Abus oder Hekatron das Rauchmelder Spray gleich mit an.

Da über die Inhaltsstoffe der Sprays wenig bekannt ist bzw. die Vermutung ist, dass die Zusammensetzungen ähnlich sind und da die Anwendung identisch ist, kann an dieser Stelle ein Produktvergleich nur über den Preis und die Menge angestellt werden.

Die Prüfsprays gibt es in verschiedenen Größen von 35 ml bis 300 ml. Die Preise variieren zwischen 5 Euro und 20 Euro. Im Verhältnis zu der in der Sprayflasche enthaltenen Menge können so Kosten für eine Prüfung zwischen 5 und 20 Cent entstehen.

Wie zu erwarten sind die Produkte der Markenhersteller zum Teil wesentlich teurer als die Noname-Artikel. Der Gebrauchswert sollte allerdings der gleiche sein.

Die Prüfsprays können im Baumarkt und im Fachhandel bezogen werden.

Rauchwarnmelder mit Selbstüberwachung

Hochwertige Rauchmelder haben eine automatische Funktionsprüfung. Sie führen regelmäßig einen Selbsttest durch und simulieren mechanisch den Ernstfall. Zum Teil verfügen solche Geräte auch über eine Verschmutzungskompensation. Das heißt, der Level der Raucherkennung wird an den Grad der Verschmutzung der Rauchkammer angepasst.

Bei diesen hochwertigen Rauchmeldern ist eine manuelle Funktionsprüfung nicht notwendig. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, nutzt zusätzlich das Prüfspray.

Fazit zum Testspray

Man kann zweigeteilter Meinung zum Prüfspray sein. Bei Billigrauchmeldern bietet das Prüfspray eine zusätzliche Absicherung. Es ist leicht anzuwenden und liefert schnell ein Ergebnis. Die Rauchsimulation ist realistisch und somit als Test 100-prozentig zuverlässig.

Die Kosten für eine Prüfung mit dem Rauchmelder Testspray liegen je nach Produkt zwischen 5 und 20 Cent. Bei drei Rauchmeldern und 12 Prüfungen im Jahr macht das zwischen 2 Euro und 7 Euro Prüfkosten.

Dieses Geld kann man auch in bessere Rauchwarnmelder investieren und sich den Prüfaufwand sparen.

Der Vorteil bei selbstprüfenden Rauchwarnmelder ist auch der, dass beim Selbsttest kein Alarm ausgelöst wird. Wenn es dumm läuft, benachrichtigt der Nachbar die Feuerwehr und man muss den Einsatzbezahlen.

 
 

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