Wartung: keine Rauchmelder Fachkraft erforderlich

Rauchmelder Wartung

Viele Vermieter und Mieter sind verunsichert, weil sie lesen oder hören, dass nur eine zertifizierte Fachkraft Rauchmelder anbringen darf. Das ist falsch. Jeder kann Rauchmelder montieren und warten. Dafür muss er nur die Betriebsanleitung des Geräts befolgen bzw. die Empfehlungen der DIN 14676 berücksichtigen.

 
 

In allenBundesländern gilt die Rauchmelderpflicht. Sie ist in den jeweiligen Landesbauordnungen festgeschrieben. Das Rauchmelder Gesetz verweist auf die DIN14676. Darin stehen Regeln für Montage, Betrieb und Wartung von Rauchmeldern. Die DIN 14676 ist somit rechtsverbindlich.

In der Anwendungsnorm für Rauchmelder wird zwar die Montage und Wartung durch eine Fachkraft empfohlen, ausdrücklich vorgeschrieben ist sie jedoch nicht. Somit kann auch jeder Laie bei Einhaltung der DIN 14676 die Rauchmelder anbringen und warten.

Die Frage nach der zertifizierten Fachkraft für Rauchmelder wird häufig im Zusammenhang mit den dadurch verbundenen höheren Kosten gestellt. Diese können als Betriebskosten auf die Miete umgelegt werden. Vermieter nutzen gerne professionelle Dienstleister, um der Rauchmelderpflicht nachzukommen. Gerade bei großen Miethäusern ist dies sinnvoll, um sicherzustellen, dass alle Rauchmelder ordnungsgemäß funktionieren. Denn für Schäden haftet in aller Regel der Vermieter.

Bei Mietwohnungenentscheidet allein der Vermieter über die Rauchmelder. Wenn dieser eine Fachfirma mit der Montage und Wartung beauftragt, muss der Mieter das akzeptieren. Widerspruch ist möglich, wenn die Kosten dafür unverhältnismäßig hoch sind. 

 
 
 

Umfangreiche Maßnahmen bei Rauchmelder Wartung

Die Rauchmelder-Wartung umfasst die Sichtprüfung, zum Beispiel ob die Rauchkammer frei zugänglich ist, und den Funktionstest. Die gründliche Inspektion (Sichtprüfung) erfolgt einmal jährlich, der Funktionstest durch Betätigen der Prüftaste monatlich. Durch Druck auf die Prüftaste wird der Alarm ausgelöst, durch nochmaligen Druck wird der wieder stummgeschaltet.

Vorrangig bei der Wartung ist die Betriebsanleitung des Herstellers für das jeweilige Gerät zu befolgen. Hier sind Prüfungsintervalle und Maßnahmen individuell für den Rauchwarnmelder vorgegeben.

Gegenstand der Inspektion eines Rauchwarnmelders ist nach DIN 14676 mindestens die Kontrolle folgender Punkte:

  • Ist das Gerät sichtbar beschädigt bzw. funktionsunfähig?

  • Zeigt das Gerät über akustische oder andere Signale an, dass die Batteriespannung unzureichend ist oder ein anderer Grund für einen bevorstehenden Ausfall vorliegt?

  • Sind die Raucheintrittsöffnungen frei (keine Abdeckung, Klebeband, Staub oder Flusen)?

  • Ist das über den Testknopf ausgelöste Alarmsignal deutlich und in der erforderlichen Lautstärke hörbar?

  • Ist die Umgebung von 0,5 m um den Rauchwarnmelder frei von Hindernissen (z. B. Einrichtungsgegenstände) ist, die das Eindringen von Brandrauch in den Rauchwarnmelder behindern?

  • Bei der Rauchmelder-Inspektion muss nicht nur der aktuelle Gerätezustand berücksichtigt werden, sondern auch der zukünftige; zum Beispiel dass ein Batteriewechsel evtl. vor Ablauf des jährlichen Prüfungsintervalls fällig sein kann.

Die genannten Maßnahmen müssen für alle Rauchmelder in der Wohnung durchgeführt werden. Die Wartung sollte rechtssicher dokumentiert werden. Eine Dokumentationspflicht besteht jedoch nicht.

 
 

Haftungsrisiko ist entscheidender Knackpunkt

Um in Haftungsfragen auf der sicheren Seite zu sein, übernimmt der Vermieter die Rauchmelder Wartung selbst bzw. beauftragt eine Fachfirma damit. Die Verantwortung kann jedoch auch auf den Mieter übertragen werden. Dies sollte schriftlich erfolgen. Doch der Vermieter ist damit nicht gänzlich aus der Verantwortung entlassen. Er steht in der Sekundärhaftung. Er muss sicherstellen, dass der Mieter seiner Pflicht auch zuverlässig nachkommt. Der Mieter muss die körperlichen Voraussetzung und die notwendigen Fachkenntnisse besitzen.

Neben der Sekundärhaftung hat der Vermieter eine Verkehrssicherungspflicht: Der Schutz der Mieter und deren Besucher muss gewährleistet sein. Kommt es durch nicht funktionstüchtige Rauchmelder zu Schaden, trifft den Vermieter eine Teilschuld.

Um diesem Fall vorzubeugen, greifen Vermieter auf zertifizierte Fachkräfte bzw. einen professionellen Rauchmelder Service, zum Beispiel von Techem, zurück.

Solche Dienstleister kümmern sich auch um die lückenlose Dokumentation der Wartung. Sie fertigen Wartungsprotokolle an mit Datum der Prüfung, den durchgeführten Maßnahmen und den betroffenen Geräten.

Muster für solche Wartungsprotokolle oder einen sogenannten Rauchmelder Wartungspass bieten die Hersteller von Rauchmelder an. Sie werden entweder bei Kauf direkt mitgeliefert oder sie können zum Teil kostenlos im Internet heruntergeladen werden.

 
 

Kostenlos downloaden

Rauchmelderpflicht in Deutschland Broschüre

Alle Infos als E-Paper

 
 

VIDEO: Rauchmelderpflicht in 3 Minuten erklärt

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen