Rauchmelderpflicht in Hessen

Rauchmelderpflicht Hessen

In Hessen gibt es seit dem 24.06.2005 die Rauchwarnmelderpflicht für alle Neu- und Umbauten. Die Frist für die Nachrüstung in Bestandsbauten endet am 31.12.2014.

Das bedeutet konkret, dass nach der hessischen Bauordnung, kurz HBO§ 13 für alle Mietwohnung aber auch für Gewerbe oder für Eigentumswohnungen die Regelung gilt:

Die Räumlichkeiten müssen entsprechend der Auflagen mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Für Mieter gilt in der Regel: Bleiben Sie entspannt, der Vermieter ist hier in der Pflicht und muss sich um Einbau und Wartung kümmern.

Welche Kontrollen gibt es?

Derzeit gibt es keine Kontrollen einer Behörde, die überprüft ob überall Rauchmelder installiert sind. Wichtig ist es aber diese Sicherheitsvorschrift zu beachten, um immer Versicherungsschutz zu haben.

Welche Räume?

Je ein  Rauchwarnmelder  muss in Schlafzimmern, Kinderzimmern und Fluren, die zu Aufenthaltsräumen führen, montiert sein.

Wer ist für den Einbau verantwortlich?

Die Montage der Rauchmelder obliegt den Eigentümern (Vermietern) der Wohnung. Für die Wartung der Geräte sind allerdings die Mieter verantwortlich.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Durch die Rauchmelderpflicht in Hessen müssen Rauchwarnmelder montiert werden, das bedeutet, dass für Kauf, Installation und Wartung Kosten entstehen. Diese trägt der Eigenheim Besitzer selbst. In Mietswohnungen werden die Kosten vom Vermieter getragen, welcher diese jedoch anteilig auf die Nebenkostenabrechnung schlagen wird. Häufig wird Montage und Wartung auch von einer Firma übernommen, wenn zum Beispiel bereits eine Firma für die Heizkostenabrechnung verantwortlich ist, bietet sich das an.

Die Umlegbarkeit der Kosten auf die Nebenkostenabrechnung sowie Mietserhöhungen, die aufgrund der Montage von Rauchmeldern auf Mieter zukommen können, werden inzwischen kontrovers diskutiert.

Derzeit gilt, dass Vermieter einen Modernisierungszuschlag erheben können wenn sie die Räume mit Rauchmeldern ausstatten. Das wären etwa elf Prozent der Montage- und Anschaffungskosten jährlich. Die Wartungskosten können auf die Betriebskosten geschlagen werden, wenn das im Mietvertrag so geregelt ist.

Ist es Pflicht auch das gesamte Treppenhaus miteinander zu vernetzen?

Sicherlich will das Gesetz zum Einbau der Rauchmelder die Bewohner eines Gebäudes schützen, so dass ein vernetztes Treppenhaus durch Funkrauchmelder von Vorteil wäre. Das gilt allerdings nicht als Pflicht und birgt die Gefahr von Fehlalarmen.

Wichtig ist lediglich, dass die Rauchmelder (zum Beispiel von Gira oder Abus) nach DIN 14676   angebracht sind. Das ist die offizielle deutsche Norm für Rauchmelder in Wohnhäusern – Das betrifft Montage, Betrieb und Wartung.


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