Darf man eigene Rauchmelder in die Mietwohnung anbringen?

Die Gesetzeslage ist eindeutig: Verantwortlich für Rauchmelder in Mietwohnungen sind die Vermieter. Darf man jedoch die Billigmelder vom Vermieter, die dauernd Fehlalarm auslösen, einfach gegen eigene Rauchwarnmelder austauschen? Lesen Sie in diesem Artikel, was erlaubt ist.

Vielen Vermietern ist die Rauchmelderpflicht lästige Pflicht. Um Sie zu erfüllen, greifen viele Wohnungseigentümer auf billige Rauchmelder aus dem Baumarkt zurück. Mit der Konsequenz, dass diese Geräte häufig Fehlalarm auslösen und der genervte Mieter die Teile wieder abhängt oder die Batterie entfernt.

Das Mieter Ruhe vor nervigen Rauchwarnmeldern haben möchten, ist verständlich. Die Geräte von der Decke zu entfernen oder die Batterie rauszunehmen, ist allerdings nicht erlaubt. Die Melder müssen immer funktionsfähig sein. Deshalb wird im Rauchmelder Gesetz auch die regelmäßige Wartung der Rauchwarnmelder verlangt. Es gibt Geräte Normen und Anwendungsnormen, die eingehalten werden müssen.

Grundsätzlich dürfen in Deutschland nur Rauchwarnmelder verkauft werden, die die GerätenormDIN 14604 erfüllen. Es gibt gute preisprünstige Modelle, die ganz günstigen Geräte sind aber eben anfälliger für Fehlalarme.

Mieter, die den Rauchmelder einfach außer Betrieb setzen, haften für Folgeschäden. Im Brandfall kann dies sehr teuer werden.

Alternativ können Mieter jedoch ihre eigenen Rauchmelder an der Decke montieren. Das ist nicht verboten. Allerdings müssen die Vermieter-Modelle ebenfalls an der Decke bleiben.

Viele Mieter wollen Smarthome Rauchmelder

Besonders gefragt sind eigene Rauchmelder beim Thema Smarthome. Verwendet der Mieter Smarthome Geräte möchte er auch smarte Rauchmelder ins Smarthome einbinden. Smarthome Rauchmelder können mit anderen Smarthome Geräten kommunizieren und lassen sich per Smartphone steuern bzw. überwachen.

Ein weiterer Vorteil von vernetzten Rauchmeldern ist, dass sie untereinander kommunizieren können. Schlägt der Melder im Untergeschoss Alarm, meldet auch das Gerät im Dachgeschoss. Im Notfall kann das zu einem wichtigen Zeitgewinn führen und Leben retten. Das Gleiche gilt, wenn Rauchmelder anschlagen, wenn man gar nicht im Haus, sondern unterwegs ist.

Mit dem Vermieter reden

Der Vermieter kann nicht verbieten, eigene Rauchmelder zu installieren. Solange die Geräte rückbaufähig sind, muss er nicht einmal gefragt werden. Allerdings machen zwei Rauchmelder nebeneinander wenig Sinn. Vor allem dann nicht, wenn das Fehlalarm-Problem bestehen bleibt.

Der Vermieter steht bei Rauchwarnmelder grundsätzlich in der Verantwortung. Deshalb steht er der Installation eigener Melder vom Vermieter eher ablehnend gegenüber. Es sei denn, der Mieter kann den Einbau des besseren Rauchwarnmelders ausreichend dokumentieren. Das Gerät muss zugelassen sein, korrekt eingebaut und ordentlich gewartet werden. Diese Dokumente benötigt der Vermieter, um im Schadensfall abgesichert zu sein.

Falls der Vermieter nicht vom handwerklichen Geschick des Mieters überzeugt ist, muss dieser einen Fachmann mit der Installation beauftragen, auf eigene Kosten.

Es kommt natürlich auch vor, dass der Vermieter gar keine Rauchmelder einbaut. Was Mieter dagegen tun können, steht in diesem Artikel: Was tun, wenn der Vermieter keine Rauchmelder installiert?

 
 

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