Darf der Vermieter beliebig viele Rauchmelder installieren?

Für den Einbau (und in den meisten Fällen auch für die Wartung) der Rauchmelder ist der Vermieter bzw. Wohnungseigentümer verantwortlich. So schreiben es die Landesbauordnungen der Bundesländer vor. Dort steht auch, in welchen Zimmern die Rauchwarnmelder installiert werden müssen. Der Vermieter kann jedoch auch mehr Rauchmelder, als gesetzlich vorgeschrieben sind, einbauen.

Die Landesbauordnungen der Bundesländer legen fest, dass Rauchmelder in Schlafzimmern, Kinderzimmern und Fluren dazwischen eingebaut müssen. Hintergrund ist, dass Rauchmelder vor allem für die Nacht gedacht sind. Wenn der menschliche Geruchssinn deaktiviert ist und der gefährliche Brandrauch nicht wahrgenommen werden kann.

Ein optimaler Schutz wird erreicht, wenn alle Räume mit Rauchmeldern bzw. alternativ Hitzemeldern bei Feuchträumen sowie Küche ausgestattet sind.

Laut § 555d BGB handelt es sich bei dem Einbau der Rauchmelder um eine duldungspflichtige Modernisierung der Wohnung. Als Eigentümer kann der Vermieter entscheiden, wie viele Melder er installiert. Ebenso kann er die Kosten aller Rauchmelder auf die Miete umlegen.

Bei der Installation der Rauchmelder muss der Vermieter allerdings das Prinzip der Wirtschaftlichkeit gegenüber dem Mieter wahren. Mit anderen Worten: Überteuerte Geräte oder hohe Rauchmelder Miet- und Wartungskosten gehören auf den Prüfstand. Bei der nächsten Betriebskosten können Sie Belegeinsicht fordern und Widerspruch einlegen.

Außerdem müssen die Betriebskosten im Mietvertrag wirksam vereinbart worden sein.

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