Rauchmelderpflicht: Nur noch drei Bundesländer mit Übergangsfrist

21.03.2018

In Thüringen bis Ende 2018 und in Brandenburg sowie Berlin bis Ende 2020 müssen Bestandsbauten mit Rauchmeldern ausgestattet werden. In allen anderen Bundesländern ist die Rauchmelderpflicht bereits vollständig umgesetzt.

 
 

Die Rauchmelderpflicht gilt in allen Bundesländern für Altbauten und Neubauten, ausgenommen Sachsen. Hier müssen Rauchmelder bislang nur in Neubauten installiert werden. In den Bundesländern Thüringen, Berlin und Brandenburg gelten noch Übergangsfristen für Bestandsbauten. Diese müssen bis spätestens Ende 2020 mit Rauchmeldern ausgestattet sein. 

Bei der Montage der Rauchmelder muss die DIN 14676 beachtet werden. Diese regelt wo und wie Rauchmelder anzubringen sind.

"In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut (oder angebracht) und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird."

Verwendet werden dürfen nur nach DIN 14604 zertifizierte Rauchmelder. Auf dem eutschen Markt sind aber ohnehin nur zugelassene Geräte erhältlich.

Wer seine Rauchmelder vernetzen möchte bzw. auch aus der Ferne Zugriff auf die Geräte haben möchte, für den gibt es zahlreiche gute Lösungen, zum Beispiel sogenannte Smarthome Rauchmelder.

Die Zuständigkeit für Montage und Wartung der Rauchwarnmelder variiert je nach Bundesland. Geregelt ist die Rauchmelderpflicht in den jeweiligen Landesbauordnungen.

Die Rauchmelderpflicht betrifft nicht nur Wohnungen und Eigenheime, sondern weitere Gebäude.

  • Freizeitunterkünfte und Ferienwohnungen,
  • Beherbergungen mit maximal elf Gästebetten und
  • Gartenlauben und Hütten.

Kriterien sind, dass es sich um nach außen hin abgeschlossene Räume handelt, die für Wohnzwecke bestimmt sind und in denen es möglich ist, einen Haushalt zu führen.

Zu Streitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter kommt es immer wieder im Zusammenhang mit den Rauchmelderkosten und den Verantwortlichkeiten. Die Kosten können auf die Miete umgelegt werden. Idealerweise sind alle Kosten für die Rauchmelderpflicht (Miete, Wartung der Geräte) im Mietvertrag unter dem Punkt Betriebskosten gelistet.

In den meisten Bundesländern ist der Vermieter für Einbau und Wartung verantwortlich. Er muss seiner Pflicht nachkommen, die Mieter haben einenAnspruch darauf. Was den Betrieb der Rauchmelder betrifft haben aber auch die Mieter eine Sorgfaltspflicht. Wer zum Beispiel stark raucht ohne zu lüften, kann für entstehende Kosten bei einem Rauchmelder Fehlalarm haftbar gemacht werden.

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