Neufassung der DIN 14676 für Funkrauchmelder geplant

30.07.2018

Immer mehr Rauchmelder Dienstleister und Anwender setzen auf Funk Rauchmelder, die sich fernsteuern lassen. Für die rechtssichere Verwendung bedarf es der Neureglung der Anwendungsnorm DIN 14676. Die Neufassung der Norm wird noch dieses Jahr erwartet.

 

Die DIN 14676 und 14604 bilden die normative Grundlage für den Einbau und die Wartung von Rauchwarnmeldern. Die Normen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung und gegebenenfalls Überarbeitung alle fünf Jahre. Verantwortlich hierfür ist der DIN-Arbeitsausschuss Rauchwarnmelder. Er setzt sich aus verschiedenen Interessensgruppen wie

  • Feuerwehr,
  • Schornsteinfeger,
  • Hersteller,
  • Prüfinstitute und
  • Dienstleister


Kritiker der Fernwartung von Rauchmeldern argumentieren zum einen, dass diese unzuverlässig sei – ob die Geräte tatsächlich 100-prozentig betriebsbereit sind, könne durch die Fernwartung nicht garantiert werden. Ein zweiter Kritikpunkt ist, dass Funk-Rauchmelder Bewegungsdaten von Bewohner sammeln und weitergeben können. Dies verstoße gegen die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Personen.

Um die Zuverlässigkeit der Fernwartung von Rauchmeldern zu gewährleisten, sollen die Inspektionsverfahren in der DIN 14676 eindeutig festgelegt werden.

Die geplante Neufassung der DIN 14676 unterscheidet daher explizit drei Inspektionsverfahren aufgrund technischer Eigenschaften von Rauchwarnmeldern:

  • Verfahren A: Hier werden Geräte eingesetzt, die den Anforderungen der Produktnorm DIN EN 14604 vollumfänglich entsprechen, jedoch über keine zusätzlichen Funktionen für eine Ferninspektion verfügen.

  • Verfahren B: Rauchwarnmelder der Bauweise B überprüfen zusätzlich selbstständig mindestens Rauchkammer und Energieversorgung und sind in der Lage zu erkennen, ob sie demontiert wurden. Sie übertragen ihren Status mindestens alle zwölf Monate. Bei den Geräten der Bauweise B müssen die Raucheintrittsöffnungen und die Umgebung vor Ort inspiziert werden.

  • Verfahren C: Rauchwarnmelder der Bauweise C überprüfen eignen sich für eine komplette Ferninspektion. Sie überprüfen die Raucheintrittsöffnungen und die Umgebung selbstständig und eignen und melden den Status mindestens alle 12 Monate.

Die DIN-gerechte Montage der Rauchwarnmelder wird durchzertifizierte Fachkräfte für Rauchwarnmelder sichergestellt. Bei der Verwendung von Rauchwarnmeldern, die für die Fernwartung geeignet sind, ist eine Vollausstattung der gesamten Wohnung dringend zu empfehlen. Die Geräte erkennen nämlich nicht die Nutzungsänderung eines Raumes (wenn aus einem Wohnzimmer etwa ein Schlafzimmer wird).

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