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Was bringt eine Computersimulation eines Brandes?

 

Trotz voranschreitender technischer Möglichkeiten gerät der Mensch spätestens dann an seine Grenzen, wenn es an die Kontrolle der Elemente geht. Weder können Erdbeben oder Wassermassen gezielt gesteuert werden, noch lassen sich Wind und Feuer zähmen. So beeindruckend diese Naturschauspiele auch sein mögen, so gefährlich sind sie für die Zivilisation sowie für Pflanzen und Tiere. Gerät eine Feuerwalze einmal ins Rollen, so verbrennt sie alles, was ihr im Wege liegt. Doch sollte nicht nur in diesen großen Dimensionen gedacht werden. Schon ein kleiner Brand etwa am heimischen Herd oder durch eine Kerze am Christbaum kann erhebliche Sachgüter beschädigen und eine Gefahr für Leib und Leben darstellen. Technisches Versagen sowie menschliche Fehler können diese auslösen.

Aufgabe der Feuerwehr

Im Brandfall ist es die Aufgabe der Feuerwehr, für akute Hilfe zu sorgen. Dafür ist sie bestens geschult und hält sich mit ständigen Übungen auf dem Niveau, das zur Bekämpfung von Bränden notwendig ist. Doch wird dabei nicht allein versucht, mit dem Wasserschlauch binnen kurzer Zeit ein Feuer zu löschen oder die Rettung sowie den Abtransport von Verschütteten und Verletzten zu organisieren. Immer mehr verlagert sich die Brandbekämpfung auf den Computer. Denn er schafft mit seinen technischen Voraussetzungen die Möglichkeit, Brände simulieren zu können. Das erspart einerseits wichtige Ressourcen an Mensch und Material. Daneben sind die gewonnenen Ergebnisse zudem häufig weitaus brauchbarer als jene, die in einer herkömmlichen Übung gewonnen werden können.

Vorbeugende Maßnahmen

Die Simulation eines Brandes ist in der Regel eine rein vorbeugende Maßnahme. Sie stellt verschiedene Szenarien dar, auf die sich die Feuerwehr unterschiedlich einstellen kann. Dabei inszeniert sie das Zusammenspiel von Feuer und seiner Umgebung. So können sich Brände auf diverse Materialen vielfältig auswirken. Die Aufgabe der Simulation ist es, die Folgen eines Brandes richtig einschätzen zu können. Erst daran wird sich die Frage anschließen, wie im Einzelfall auf die Flammen zu reagieren ist. Daraus können sich unterschiedliche Möglichkeiten zur Brandbekämpfung sowie zur Rettung von Personen und Sachgütern ergeben. Im Ergebnis gestattet die Simulation also eine Berechnung der effektivsten Maßnahmen im Ernstfall. Sie können Leben retten und unschätzbare Werte vor der Zerstörung bewahren.

Was kann man beim Bau beachten?

Doch ist nicht nur die Bekämpfung des Feuers, sondern auch seine vorherige Verhinderung eine Aufgabe solcher Darstellungen. Insbesondere Hochhäuser werden anhand einer Simulation derart gebaut, dass einem etwaigen Brand so wenig Entfaltungsmöglichkeit wie nur denkbar eingeräumt wird. So vermag beispielsweise die richtige Konzeption der Sprinkleranlagen einen Ausbruch der Flammen zu vermeiden. Ebenso kann die Verwendung nicht brennbarer Materialien dafür sorgen, dass der Brandherd gar nicht erst entsteht – und folglich nicht zu einer größeren Gefahr erwachsen kann. Selbst wenn sich das Feuer nicht völlig vermeiden lässt, so kann die Dauer seines Ausbruches relativ sicher ermittelt werden. Daran schließen sich Evakuierungspläne und Löschmaßnahmen an. Die Brandsimulation ist daher eine wichtige Maßnahme der Brandbekämpfung.