Rauchmelder und deren technischer Fortschritt
Die häufigste Folge von Bränden sind nicht die Verbrennung am Körper, vielmehr haben Brandopfer mit Rauchvergiftungen zu kämpfen, welche oftmals tödlich verlaufen. Darum haben sich Rauchmelder in den letzten Jahren immer mehr bewährt, so dass Unfälle bzw. Folgen dieser Art weitestgehend verhindert werden können. Rauchmelder sind im Allgemeinen mit einem Alarm ausgestattet, der los geht bevor es zum eigentlichen Brand kommt. Schmorende Stellen und potenzielle Brände verursachen zunächst Rauch.
Dabei ist zwischen verschiedenen Brandmeldern zu unterscheiden, welche in den letzten Jahren entwickelt wurden und stets neue Weiterentwicklungen erfahren. So gibt es auf dem Markt mittlerweile Brandgas- bzw. Rauchgasmelder. Diese schlagen Alarm, sobald die Kohlenstoffmonoxid-, Kohlenstoffdioxidkonzentration und die Konzentration anderer Verbrennungsgase einen bestimmten Wert überschreiten, wodurch Gefahr einer Rauchgasvergiftung bzw. eines Brandes besteht. Brandgas- bzw. Rauchgasmelder sind weiterentwickelt als Wärme- und Rauchwarnmelder, da die Gasmelder auch in Räumen eingesetzt werden können, welche warm, staubig oder verraucht sind.
Die Wärmemelder bzw. Hitzemelder senden einen Alarm, sobald die Temperatur im Raum über einen bestimmten Wert liegt, normalerweise etwa 60 Grad. Auch schlagen diese Alarme, wenn innerhalb einer gewissen Zeit die Temperatur überdurchschnittlich rasch ansteigt.
Die neueste Entwicklung sind die Funkrauchmelder, die gegenüber den herkömmlichen Rauchmeldern weiter entwickelt wurden. Äußerlich sehen sie sich ähnlich – beide sind rund, haben einen Durchmesser von etwa 10 bis 15 cm, können an Decken und an Wände angebaut werden und werden per Batterie betrieben. Die Unterschiede liegen in der Technologie.
Der Funkrauchmelder ist mit einem integrierten Funkmodul ausgestattet, womit schnurlos sich gleich mehrere Funkrauchmelder innerhalb eines Hauses bzw. einer Wohnung verbinden lassen. Der Vorteil liegt darin, dass der Rauchmelder beispielsweise die Brandstelle in der Küche bemerkt, und dieses Signal an die anderen Rauchmelder weiterleitet, so dass der Alarm im ganzen Haus aktiviert wird – wo die anderen Rauchmelder platziert sind, sie es im Schlafzimmer, Keller oder auf dem Dach. Bereiche bis zu 400 m Länge können diese so genannten Funkrauchmelder-Ketten abdecken. Der herkömmliche Rauchmelder hingegen hat nur in dem Raum Alarm geschlagen, in dem der Rauch bzw. Brand sich entwickelte. Bleibt die Frage offen, ob man diesen Alarm auch in einer oberen Etage oder nachts im Schlaf gehört hätte. Einige Funkrauchmelder sind zudem mit einer hellen LED-Leuchte ausgestattet, welche sich in einem Notfall selbst einschaltet und sich besonders für hörgeschädigte Menschen eignet.
Das Angebot und die Auswahl von Funkrauchmeldern ist zahlreich – ob im Baumarkt oder bei gesonderten Firmen mit Brandschutz. Vielerorts werden in unterschiedlichen Preisklassen Funkrauchmelder angeboten. Wer sich nicht sicher ist, wie viele und wo Funkrauchmelder angebracht werden sollten, kann sich mittels eines Fachbetriebes beraten lassen. Zudem bestehen auch Angebote inclusive Wartungs- und Reparaturdienste. Sind die Funkrauchmelder jedoch einmal ordnungsgemäß angebracht und aktiviert, sind keine besonderen Vorkommnisse zu erwarten. Die integrierten Batterien sind sehr leistungsstark und halten im Schnitt drei bis fünf Jahre.